Da meine Gefährten, die mich morgen auf die Lichtung begleichten und mir beim Ritual beistehen wollten, nichts über Onlomagie wußten, oder was ein Rakos war erzählte ich ihnen von meinem ersten Rakos.
Ich setzte mich hin und schloß die Augen, um im Geiste zurückzugehen in meine Kindheit.
Damals, ich war vielleicht 8 oder 9 Sommer alt, machte mein Großvater gemeinsam mit seinen Brüdern mir mein erstes eigenes Rakos. Es war sehr wichtig für mich, es zeigte daß ich langsam erwachsen wurde und gelernt hatte mit einer solchen Waffe umzugehen.
Großvater hatte mir vorher viel erzählt, über die Wesen die ich damit verletzen oder gar töten könnte, über den Respekt und die Dankbarkeit die ich ihnen entgegen bringen sollte für ihr Opfer, die Wertschätzung die ich ihrem Körper, ihrem Fleisch und ihrem Fell bieten sollte. Nichts dürfe verschwendet werden.
Lächelnd blickte ich meinen Gefährten an.
Ich mußte, ähnlich wie heute, viele Dinge jagen, sammeln und Rätsel lösen bevor sie das Ritual vollzogen haben. Ein Stück einer Pflanze, wir verwendeten die Blüte eines Baumes der hier nicht wächst, ein Teidamhorn, damit die Kraft des Tieres in das Rakos übergeht, einen Pfeil wie er später mit dem Rakos verschossen werden soll und das Gift einer großen Schlange, daß zu beschaffen nicht wenig Mühe gekostet hat für so ein kleines Mädchen wie ich es war, kann ich Euch sagen.
Bei der Erinnerung daran mußte ich lachen. Dann grübelte ich was Großvater noch von mir wollte...
Ach ja, einen Zauber der für die nötige Ruhe sorgte, den bekam ich von unserem Schamanen und das Auge des Eisvogels für die Treffsicherheit, das habe ich selbst erjagt, dazu noch eine Seelenkapsel um das Wesen der Beute zu finden. Großvater war nicht ganz zufrieden mit unserer Auswahl, er meinte wenn ich erwachsen sei würde er mir aus dem Tal, ich vermute er meinte Anatubien, ein geschrumpftes Teidam besorgen und die Blüte sowie das Holz des Larafstrauches, diese beiden Dinge wären erheblich machtvoller als die Blüte und das Horn das wir verwenden würden, allerdings auch viel schwieriger zu beschaffen.
Mit all diesen Dingen setzten sich die Männer damals in einen Kreis, ich durfte nicht dabei sein, ich war noch zu klein und in die geheimen Riten nicht eingeführt. Also habe ich außerhalb der Zeremonienlichtung gewartet bis die Männer fertig waren und mir Großvater mein eigenes Rakos übergeben hat. Könnt Ihr Euch vorstellen wie stolz ich war? Tagelang bin ich durch die Wälder gestreift und habe gejagt.
Wieder mußte ich bei der Erinnerung daran auflachen.
Großvater hat mir damals versprochen er würde mit mir in die Täler gehen wenn ich
erwachsen wäre und die Zutaten für ein wirklich mächtiges Rakos besorgen....
Diese Erinnerung machte mich traurig, denn es kam nicht mehr dazu, er starb zwei Winter später durch einen Bären.
Mit diesen Erinnerungen wollten wir uns am nächsten Tag aufmachen zur Lichtung um Dame Lar zu treffen.
Montag, 16. April 2007
Samstag, 14. April 2007
Immer wieder
begegnete er mir. Wir sprachen kurz miteinander, lernten uns kennen und schätzen.
Er war einer etwas obskuren Gemeinschaft beigetreten, auch darüber sprachen wir oft.
Seine ruhige Kraft tat mir gut, ich fühlte mich wohl in seiner Gesellschaft, schätzte die wachsende Freundschaft sehr.
Um so mehr freute es mich als ich ihn eines Tages ohne die Abzeichen dieser Gemeinschaft auf seiner Tunika antraf. Er hatte sie verlassen, fragte gar um Aufnahme in unserer Gemeinschaft.
Voller Freude brachte ich seine Bitte in der Runde vor und da auch die anderen Mitglieder ihn als einen ruhigen und freundlichen Mann kennengelernt hatten stimmten sie gerne zu.
So wurde Wamtaro von Ank ein Teil unserer Gemeinschaft.
Er war einer etwas obskuren Gemeinschaft beigetreten, auch darüber sprachen wir oft.
Seine ruhige Kraft tat mir gut, ich fühlte mich wohl in seiner Gesellschaft, schätzte die wachsende Freundschaft sehr.
Um so mehr freute es mich als ich ihn eines Tages ohne die Abzeichen dieser Gemeinschaft auf seiner Tunika antraf. Er hatte sie verlassen, fragte gar um Aufnahme in unserer Gemeinschaft.
Voller Freude brachte ich seine Bitte in der Runde vor und da auch die anderen Mitglieder ihn als einen ruhigen und freundlichen Mann kennengelernt hatten stimmten sie gerne zu.
So wurde Wamtaro von Ank ein Teil unserer Gemeinschaft.
Dienstag, 3. April 2007
Mein Rakos, bald
Schon vor einigen Wochen hatte eine große Onlodame namens Lar mir versprochen zu helfen ein Rakos herzustellen wie ich es daheim von meinem Großvater bekommen hatte. Sie hatte dafür ihren Bruder um Hilfe angeschrieben, um von ihm einen besonderen Larafast zu bekommen. Der Brief den er ihr als Antwort geschickt hatte war wie eine Erinnerung an meinen Großvater gewesen. Mühevoll hatte ich alles zusammengetragen was benötigt wurde um die Magie des Waldes an das Rakos und dieses an mich zu binden.
Eine Larafblüte
damit das Wild betört würde,
ein durch einen Zauber geschrumpftes Teidam damit die Kraft des Tieres in die Waffe überging,
einen Pfeil
und das Gift einer Schlange
damit die Magie das Ziel erkannte,
einen Zauber der Stille
damit die Ruhe fürs Zielen immer da sei,
das Auge des Eisvogels
für die Genauigkeit,
als Schmuck wollte ich Splitter vom grünen Smaragd
der mit seiner Farbe an das Leben und die Natur erinnern sollte und vom
Edelstein der Liebe, um die Liebe zur Natur und den Wesen nie zu vergessen, nie die Achtung vor dem Leben zu verlieren.
Einen Namen hatte ich auch für mein Rakos gefunden, dafür habe ich lange die alten Schriften gewälzt und mich mit einem weisen Elben namens Isthation Adanedhel beraten damit der Name auch wirklich passend war.
Wie mit Dame Lar vereinbart suchte ich schon alles zusammen, damit dann alles bei der Hand war wenn das Ritual beginnen konnte.
Eine Larafblüte
damit das Wild betört würde, ein durch einen Zauber geschrumpftes Teidam damit die Kraft des Tieres in die Waffe überging,
einen Pfeil
und das Gift einer Schlange
damit die Magie das Ziel erkannte,einen Zauber der Stille
damit die Ruhe fürs Zielen immer da sei, das Auge des Eisvogels
für die Genauigkeit, als Schmuck wollte ich Splitter vom grünen Smaragd
der mit seiner Farbe an das Leben und die Natur erinnern sollte und vom
Edelstein der Liebe, um die Liebe zur Natur und den Wesen nie zu vergessen, nie die Achtung vor dem Leben zu verlieren. Einen Namen hatte ich auch für mein Rakos gefunden, dafür habe ich lange die alten Schriften gewälzt und mich mit einem weisen Elben namens Isthation Adanedhel beraten damit der Name auch wirklich passend war.
Loth Guruthion - Blume des Todes sollte es heißen.
Wie mit Dame Lar vereinbart suchte ich schon alles zusammen, damit dann alles bei der Hand war wenn das Ritual beginnen konnte.
Montag, 2. April 2007
Die beiden Kinder
Ganz verfrohren und halbverhungert wirkten die beiden Kinder die dort die eisigen Hügel von Latenien herunter stolperten. Außerdem sehr verängstigt, als ob ihnen dort oben in dieser seltsamen Höhle etwas schreckliches begegnet sei. Kratzer und Schrammen hatten sie überall, trotzdem versuchte der Junge wie ein großer starker Mann zu wirken, beinahe rührend. Das kleine Mädchen, höchstens 12 oder 13, ihre feuerroten Haare leuchteten beinahe im Licht der untergehenden Wintersonne, auch sie versuchte tapfer zu wirken.
Als sie das Essen sah daß ich ihnen anbot schafften es Beide beinahe einige Sekunden zu widerstehen bevor sie hungrig zugriffen.
Woher sie kamen wollten sie nicht erzählen, ihre Namen kamen mit trotzigem Blick nach einer Weile... Law Tinnuin und seine kleine Schwester Gaerfin. Sie wären auf dem Weg nach Konlir, dort sollten sie bei einem Philosophen in die Lehre gehen, geschickt von einem Onkel der offenbrar die Aufsicht über beide Kinder hatte.
Erst einige Tage ist es her, da hatte ich die Beiden aus Latenia kommen sehen, heute treffe ich sie im Baumhaus wieder. Im Wald am einsamen Baum haben sie sich eingenistet. Den Philosophen haben sie anscheinend noch nicht gefunden, dafür ein trockenes Dach über dem Kopf. Nach wie vor ist der Junge mir gegenüber sehr mißtrauisch, die Kleine jedoch ist rührend zutraulich.
Als sie das Essen sah daß ich ihnen anbot schafften es Beide beinahe einige Sekunden zu widerstehen bevor sie hungrig zugriffen.
Woher sie kamen wollten sie nicht erzählen, ihre Namen kamen mit trotzigem Blick nach einer Weile... Law Tinnuin und seine kleine Schwester Gaerfin. Sie wären auf dem Weg nach Konlir, dort sollten sie bei einem Philosophen in die Lehre gehen, geschickt von einem Onkel der offenbrar die Aufsicht über beide Kinder hatte.
Erst einige Tage ist es her, da hatte ich die Beiden aus Latenia kommen sehen, heute treffe ich sie im Baumhaus wieder. Im Wald am einsamen Baum haben sie sich eingenistet. Den Philosophen haben sie anscheinend noch nicht gefunden, dafür ein trockenes Dach über dem Kopf. Nach wie vor ist der Junge mir gegenüber sehr mißtrauisch, die Kleine jedoch ist rührend zutraulich.
Freitag, 30. März 2007
der Krieger
Müde sah er aus, innerlich müde wie er da vom Handelsschiff kam. Groß war er, sein ehemals braunes Haar durchzogen schon die ersten Silbersträhnen, seine braunen Augen die alles zu sehen schienen hatten offenbar schon zu viel gesehen an Leid.
Seiner ganzen Haltung und Ausstrahlung konnte man Kraft, Kampferfahrung und Würde entnehmen. Der geschmeidige Körper war durchtrainiert, zäh, die Narben unter der Kleidung nicht zu sehen, aber ich war mir sicher es waren welche vorhanden und nicht zu wenige.
Narben am Körper und in seinem Herzen, seiner Seele.
Sein Blick streifte mich nur kurz, dann ging er mit festem Schritt in die Hafenkneipe.
Dieser kurze Blick jedoch berührte etwas in mir. Noch weiß ich nicht was, ich hoffe ihm wieder zu begegnen.
Seiner ganzen Haltung und Ausstrahlung konnte man Kraft, Kampferfahrung und Würde entnehmen. Der geschmeidige Körper war durchtrainiert, zäh, die Narben unter der Kleidung nicht zu sehen, aber ich war mir sicher es waren welche vorhanden und nicht zu wenige.
Narben am Körper und in seinem Herzen, seiner Seele.
Sein Blick streifte mich nur kurz, dann ging er mit festem Schritt in die Hafenkneipe.
Dieser kurze Blick jedoch berührte etwas in mir. Noch weiß ich nicht was, ich hoffe ihm wieder zu begegnen.
Donnerstag, 22. Februar 2007
Der Einzug
Nun waren es schon beinahe drei Monde die ich in Anatubien lebte. Die Zeit verging so schnell, ich fühlte mich wohl in der Gemeinschaft, doch etwas fehlte.
Immer ruheloser durchstreifte ich das Land, immer weiter dehnte ich meine Streifzüge aus, blieb oft bis in die späten Abendstunden aus suchend, doch nicht wissend was.
Auf diesen Streifzügen erkundete ich sogar so entlegene Gebiete wie Dranar und schließlich auch Delos. Eines Tages fand ich es, zwischen großen Bäumen versteckt stand sie, meine Hütte. Kaum war ich eingetreten spürte ich in meinem Herzen daß ich hier her gehörte. Es war als würde ich nach Hause kommen. Egal wie verfallen die Hütte war, sie war mein neues Zuhause, da war ich mir ganz sicher.
Heute nun war es soweit, die Hütte war immer noch nicht fertig, noch lange nicht, ich würde die Hilfe eines erfahrenen Handwerkers benötigen um die verbleibenden Schäden zu reparieren, aber heute würde ich zum ersten Mal die Nacht in meinem Heim verbringen. Mein Heim, in das ich mich jederzeit zurück ziehen konnte.
Immer ruheloser durchstreifte ich das Land, immer weiter dehnte ich meine Streifzüge aus, blieb oft bis in die späten Abendstunden aus suchend, doch nicht wissend was.
Auf diesen Streifzügen erkundete ich sogar so entlegene Gebiete wie Dranar und schließlich auch Delos. Eines Tages fand ich es, zwischen großen Bäumen versteckt stand sie, meine Hütte. Kaum war ich eingetreten spürte ich in meinem Herzen daß ich hier her gehörte. Es war als würde ich nach Hause kommen. Egal wie verfallen die Hütte war, sie war mein neues Zuhause, da war ich mir ganz sicher.

Voller Tatendrang begann ich sie aufzuräumen, verbrachte jeden Tag viele Stunden dort um sie in einen bewohnbaren Zustand zu bringen. Ich erzählte niemandem etwas davon. Als ich in der Ruhe meiner Hütte arbeitete spürte ich erst wie sehr mich die vielen Wesen der Gemeinschaft gelegentlich bedrückt hatten.
Ich liebte sie, fühlte mich wohl mit ihnen, dennoch brauchte ich die Ruhe und Einsamkeit ebenfalls, so war es schon immer gewesen, darum war ich schon als Kind in die Wälder gezogen.Heute nun war es soweit, die Hütte war immer noch nicht fertig, noch lange nicht, ich würde die Hilfe eines erfahrenen Handwerkers benötigen um die verbleibenden Schäden zu reparieren, aber heute würde ich zum ersten Mal die Nacht in meinem Heim verbringen. Mein Heim, in das ich mich jederzeit zurück ziehen konnte.
Sonntag, 11. Februar 2007
Ein Rakos, kann es möglich sein?
Ich kann es kaum glauben, Lar, eine Onlodame die ich hier kennen gelernt habe bot mir ihre Hilfe an ein Rakos zu bauen. Ein Rakos, ein Blasrohr wie ich es als Kind schon von meinem Großvater bekommen hatte. Ich konnte es kaum fassen.
Ganz aufgeregt öffnete ich ihren Brief.
Ganz aufgeregt öffnete ich ihren Brief.
Guten Abend Dame Liel,
Heute erhielt ich Kunde von meinen Brüdern betreffend Eures Rakos - Eures Blasrohres,
bei welchem Ihr mich um Hilfe gebeten hattet. Es sind gute Nachrichten!
Ein Bote (fragt mich nicht welchergestalt) ist unterwegs, um das gewünschte hohlen Holzrohr zu bringen.
Mein ältester Bruder Andhiel bat mich jedoch, Euch bereits vorher mitzuteilen,
was alles nötig dafür sein wird, aus dem schlichten Holzrohr ein Rakos zu machen,
welches ganz Euer persönliches sein wird.
Es wird, so schreibt Andhiel, jeweils ein untotes Stück einer Pflanze und eines Tieres benötigt,
um das Rakos darauf zu eichen.
Weiter ein Pfeil, dergestalt wie er dereinst durch das Rakos verschossen werden soll
sowie eine Tinktur, die den Tod, oder zumindest eine Spur davon, bringen soll.
Um später das Ziel lautlos und präzise treffen zu können, ist jeweils etwas von Nöten,
dass Ruhe und Genauigkeit verspricht.
Um das Rakos zu Eurem zu machen, ist ausserdem etwas von Nöten,
das Euch ganz persönlich sehr viel bedeutet und am Herz liegt.
Solltet Ihr noch etwas Zierde wünschen, so sorgt auch dafür.
Wie Ihr ja schon selber erfahren habt, ist eine Waffe - und um eine solche handelt es sich bei einem Rakos
umso wirkungsvoller, je näher sie uns ist. Oft tragen Namen dazu bei.
Wenn Ihr all die erforderlichen Utensilien beisammen habt und die Holzrohre eingetroffen sind,
werden wir uns an einem ruhigen, laubbeschatteten Ort treffen.
Dort werden wir die alten Worte sprechen, damit die Alte Onlo-Magie auf dem Rakos wirken kann.
Freundlich
Lar Tmava
Abonnieren
Posts (Atom)